Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, räumt vorzeitig ihren Posten. Sie werde ihr Amt zum 7. Februar 2027 aufgeben, teilte die EZB mit. Regulär wäre sie bis Oktober 2027 im Dienst geblieben. Europäische Kommentatoren fragen sich, welche Motive hinter dem verfrühten Rücktritt stecken könnten und wie es um die Regelung ihrer Nachfolge steht.
Nach Abschluss der Stimmauszählung ist klar, dass bei der Parlamentswahl in Israel keiner der beiden großen Blöcke eine Mehrheit zum Regieren errungen hat: Benjamin Netanjahus Likud-Partei und ihre Alliierten bekommen 53 Sitze in der Knesset, der Wahlblock seines Herausforderers Gadi Eisenkot 48 Sitze. Arabische Parteien errangen 19 der 120 Mandate.
Nach seiner Niederlage bei der Präsidentschaftswahl hat sich Flávio Bolsonaro in die USA abgesetzt. Der gescheiterte Kandidat der brasilianischen Rechten spricht von Wahlmanipulation und politischer Verfolgung und bezeichnete sich auf X als "Anführer Brasiliens". Kritiker werfen ihm dagegen vor, sich der Justiz entziehen zu wollen. Kommentatoren fragen, was diese Flucht bedeutet.
Auf der Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecke von Madrid nach Andalusien sind am Mittwoch 68 Menschen ums Leben gekommen, als ein Zug auf einen auf freier Strecke stehenden anderen Zug auffuhr. Es ist bereits das zweite schwere Zugunglück auf dieser Strecke in diesem Jahr. Die Medien beleuchten die Ursachen und die politischen Folgen für das Land, in dem in einem Monat vorgezogene Neuwahlen anstehen.
In Serbien hat die erstmals zur Wahl angetretene basisdemokratische Studentenliste einen eindeutigen Sieg errungen. Mit 54 Prozent der Stimmen verfügt sie nun über die absolute Mehrheit im Parlament. Ex-Präsident Aleksandar Vučić gestand seine Niederlage ein. Europas Medien erörtern die Herausforderungen für die Wahlsieger und die außenpolitischen Folgen des Belgrader Machtwechsels.
Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre und Finnlands Präsident Alexander Stubb haben erstmals seit Kriegsbeginn gemeinsam mit Wladimir Putin telefoniert. Das Vorgehen sorgt für Kritik unter den nordischen Partnern. Wer sollte künftig mit Moskau verhandeln und welche Rolle kann Europa dabei spielen? Die nordische Presse diskutiert über diplomatische Alleingänge und den richtigen Umgang mit Russland.
Für die von russischen Truppen besetzte südukrainische Frontstadt Oleschky ist eine Waffenruhe in Kraft getreten. Sie soll es erlauben, Hilfsgüter anzuliefern und eine Evakuierung der verbliebenen Zivilbevölkerung zu organisieren. Die Bewohner leiden Hunger, da wegen Minen und Drohnenangriffen eine Versorgung lange Zeit kaum möglich war. Für die Feuerpause hatte sich maßgeblich Melania Trump eingesetzt.
Der Vorsitzende des griechischen Basketballverbands, Vangelis Liolios, wurde wegen des Verdachts auf Bestechung und Spielmanipulation festgenommen. Gegen mehrere Schiedsrichter wurden Haftbefehle erlassen. Liolios lässt sein Amt ruhen und bestreitet die Vorwürfe. Rund 50 Spiele werden untersucht, die mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten reichen bis 2016 zurück. Griechenlands Presse diskutiert den Skandal.
Die konservative Partido Popular (PP) und die Rechtsaußenpartei Vox haben sich im Vorfeld der Parlamentswahlen auf Kandidatenlisten für die zweite Parlamentskammer, den Senat, geeinigt. Vox verzichtet in 14 Wahlgebieten auf eigene Kandidaturen und platziert stattdessen je einen unabhängigen Kandidaten auf den PP-Listen. Im Gegenzug wird die PP in drei Wahlkreisen nicht antreten. Ziel ist es, so die rechte Mehrheit in Spaniens zweiter Parlamentskammer zu sichern.
Die Israelis wählen heute ein neues Parlament. Nach dem verheerenden Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 und drei Jahren Krieg entscheidet ein stark polarisiertes Land über die Richtung, die die Politik nehmen soll. Laut Umfragen sieht es nach einem engen Rennen zwischen dem rechts-religiösen Block von Benjamin Netanjahu und dem moderateren Oppositionsbündnis von Ex-Generalstabschef Gadi Eisenkot aus.
Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva hat die Präsidentschaftswahl in Brasilien knapp gewonnen. Sein Sieg über Flávio Bolsonaro sorgt auch international für Aufmerksamkeit. Welche Folgen hat Lulas vierte Amtszeit für die Beziehungen zu den USA, Europa und China? Und was bedeutet seine Wiederwahl für den weltweiten Klimaschutz? Die internationale Presse blickt auf Brasiliens künftige Rolle in der Weltpolitik.
Der abgewählte ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán wird laut einem Bericht des Wall Street Journal von der Trump-Regierung als möglicher Kandidat für das Amt des UN-Generalsekretärs ins Spiel gebracht. Orbán könnte sogar als gemeinsamer Kandidat der USA, Russlands und Chinas nominiert werden, heißt es. In Ungarn beschäftigt diese Meldung prompt die Kommentatoren.











