Donald Trump hat erneut Vorwürfe gegen den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenkskyj erhoben. Der US-Präsident erklärte, die USA hätten der Ukraine viel gegeben und nichts dafür bekommen. Selenskyj sei "keine echte Hilfe" bei den Friedensbemühungen. Der ukrainische Präsident hatte zuvor mangelnde Unterstützung durch die USA beklagt. Die Presse fragt sich, wessen Interessen so bedient werden.

Nach der massiven Protestwelle in Spanien hat die Wohnungskrise nun auch in Portugal für Demonstrationen gesorgt. Am Wochenende errichteten Aktivisten in Lissabon und Porto Protest-Camps auf zentralen Plätzen. Europäische Kommentatoren interessiert die Frage, warum überzeugende Reaktionen offenbar nicht einfach zu finden sind.

Bei den Senats- und Regionalwahlen in Tschechien hat die Regierungspartei Ano von Ministerpräsident Andrej Babiš eine Niederlage erlitten. Sie konnte keinen einzigen Senatssitz verteidigen und verlor an Zustimmung. Das Ergebnis gilt als Rückschlag für Babiš, der mit weitreichenden Wahlversprechen angetreten war. Tschechiens Presse diskutiert die Ursachen und Folgen der Wahlschlappe.

In Frankreich haben erneut Schüler protestiert. Am Dienstag demonstrierten landesweit nach Behördenangaben 160.000 Menschen, die Organisatoren sprechen von 480.000. Auch zahlreiche Hochschulen waren blockiert. Für Samstag sind weitere Proteste geplant, an denen sich auch Studierende und Gewerkschaften beteiligen wollen. Die europäische Presse diskutiert die Gründe für die Wut und erklärt, warum sie sich auf andere Bevölkerungsgruppen ausweitet.

Die skandalumwitterte US-Botschafterin in Griechenland, Kimberly Guilfoyle, ist nach Aufforderung von Donald Trump von ihrem Posten zurückgetreten. In Europa hatten vor allem Berichte für Aufsehen gesorgt, wonach sie in Athen angedeutet hatte, Washington könne Regierungen in der Region stürzen, wenn sie sich weigerten, teures US-Flüssiggas zu kaufen. Kurz darauf war in Rumänien die Regierung von Premier Ilie Bolojan auseinandergebrochen.

Zwischen Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj herrscht wieder Eiszeit: Prompt war die ukrainische Armee Anfang dieser Woche mit dem Ausbleiben von US-Daten über russische Raketenstarts konfrontiert, was das Auslösen von Luftalarmen verzögerte. Auch wurde die Funktion von Starshield, der Militärversion des satellitengestützten Internet-Service Starlink, stark eingeschränkt. Europas Medien ziehen ihre Schlüsse.

Kopftücher werden zwar nicht explizit genannt, doch ein Kabinettsbeschluss verbietet nun an staatlichen Schulen Aserbaidschans Kleidung, die dem säkularen Charakter des Bildungswesens widerspricht oder das einheitliche Erscheinungsbild der Schuluniform beeinträchtigt. In Baku kam es deshalb zu Protesten und Gewalttätigkeiten. Auch in der Türkei stößt das Verbot vor allem im regierungsnahen Lager auf scharfe Kritik.

Nach den Parlamentswahlen vor gut vier Wochen ist die Vorsitzende der schwedischen Sozialdemokraten, Magdalena Andersson, bei der Wahl zur Ministerpräsidentin am Donnerstag gescheitert. Schwedens Presse fragt sich, ob es Neuwahlen geben wird, denn das Parlament hat nur vier Versuche.

Am 3. November wählen die USA ein neues Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats. Für Präsident Donald Trump steht viel auf dem Spiel: Verlieren die Republikaner ihre Mehrheit im Kongress, könnte das seine Politik erheblich erschweren. Europas Presse diskutiert die Folgen der Midterms für die USA, die Ukraine und Europa.

Bei Leo XIV. wurde am Dienstag der untere Lappen des rechten Lungenflügels entfernt, teilte der Vatikan mit. Dort war bei einer Kontrolluntersuchung ein Adenokarzinom entdeckt worden. Die Operation sei erfolgreich und ohne Komplikationen verlaufen, hieß es. Die Medien erörtern, was die Krebserkrankung des 71 Jahre alten Papstes für die katholische Kirche bedeuten könnte.

In Hamburg wird die Sprengung der Nord-Stream-Gaspipelines im September 2022 nun gerichtlich aufgearbeitet. Dem angeklagten ukrainischen Offizier Serhii K. wird vorgeworfen, eine Tauchergruppe angeführt zu haben, die drei der vier Gasleitungen zwischen Russland und Deutschland mit Sprengsätzen zerstörte. Die Staatsanwaltschaft klassifiziert dies als Kriegsverbrechen gegen zivile Infrastruktur.

Teile der tschechischen Regierung wollen die Inklusion von Kindern mit Handicap in Regelschulen des Landes wieder zurückfahren. Schulleiter sollen das Recht bekommen, die Aufnahme von Schülern mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen abzulehnen. Kommentatoren der Landespresse halten das mit unterschiedlicher Akzentsetzung für den falschen Weg.

Mehr Debatten