Starkoch war Küchentyrann: Redzepi zieht sich zurück

Der dänische Koch René Redzepi, Mitgründer und Chefkoch des mehrfach als "Bestes Restaurant der Welt" ausgezeichneten Noma in Kopenhagen, hat bekanntgegeben, dass er dort nicht mehr arbeiten wird. Zuvor hatte die New York Times über sein seit Jahren gewalttätiges und erniedrigendes Verhalten gegenüber Mitarbeitenden berichtet. Dänemarks Medien beleuchten die schwarzen Löcher im Gastronomie-Himmel.

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Berlingske (DK) /

Höchste Zeit für einen Generationswechsel

Berlingske zeigt sich zufrieden:

„Dass die Zeit der 'talentierten Arschlöcher' zu Ende geht, ist in vielen anderen Branchen schon lange spürbar, und nun ist es endlich auch in der Gastronomie so weit. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass sich die Lage in ein paar Wochen bessert. Wahrscheinlich wird es einen Generationswechsel brauchen, bis sich das Umfeld wirklich verändert.“

Politiken (DK) /

Alles gehört aufgetischt

Politiken fordert mehr Transparenz über die realen Umstände in der Gastronomie:

„Die Branche muss nun endlich intern aufräumen. Das mag nicht einfach sein, ist aber notwendig. Auch die Medien, die über die Gastronomie berichten, müssen Fragen zum Leben vor und nach dem Servieren stellen. Haben wir uns alle zu sehr vom globalen Erfolg, den Stars und den fantastischen Gerichten blenden lassen und vergessen, die schwierigen Fragen zu stellen?“