Was hat die COP17 dem Artenschutz gebracht?
Im armenischen Jerewan hat vom 19. bis zum 31. Oktober 2026 die UN-Biodiversitätskonferenz COP17 stattgefunden. Die rund 200 Teilnehmerstaaten einigten sich auf einen Aktionsplan, um die Umsetzung des vor vier Jahren in Montreal beschlossenen Weltnaturabkommens zu beschleunigen. Unter anderem sollen mehr Finanzmittel in den Naturschutz fließen und etwa 450 Milliarden Euro an schädlichen Subventionen abgebaut werden.
Ökoreservate alleine reichen nicht
Für die Süddeutsche Zeitung sind die Ergebnisse immer noch ungenügend:
„Man war sich einig, dass Umweltschutz Geld kostet – doch in den eigens eingerichteten Fonds sind bislang nur klägliche Summen getröpfelt. ... Allein bei der Einrichtung von Schutzgebieten geht es halbwegs nach Plan voran, 30 Prozent der Erdoberfläche bis 2030 unter Schutz zu stellen, könnte gelingen. Ob das dann Gebiete sind, die besonders artenreich und schützenswert sind, oder Wüsten, ist die eine Frage. Ob die Gebiete auch wirklich geschützt werden und nicht nur auf dem Papier, die andere. Und am Ende ist noch wichtiger, wie wir mit dem verbleibenden Rest des Planeten umspringen, denn: Schutzgebiete allein genügen nicht, um den Kollaps zu verhindern.“
Biodiversität auch Schweizer Verantwortung
Der Schutz der Artenvielfalt beginnt vor unserer Haustür, mahnt Le Temps:
„Umfragen zeigen, dass die Schweizer dazu neigen, die Zerstörung der Natur als ein Problem zu betrachten, das weit weg von ihnen stattfindet, insbesondere in den riesigen Tropenwäldern. Dabei wird zu schnell vergessen, dass ein Drittel der Arten in der Schweiz bedroht ist. Unsere Naturräume werden nicht immer richtig bewirtschaftet und sind unzureichend miteinander vernetzt. Naturschädliche Aktivitäten wie die intensive Landwirtschaft erhalten weiter hohe Subventionen. Wir müssen an diesen verschiedenen Punkten ansetzen, wenn wir die Natur in unserer Umgebung schöner, artenreicher und widerstandsfähiger gegen die Belastungen des Klimawandels machen wollen.“