Russlands Invasion in der Ukraine ist am Boden ins Stocken geraten – und auch die russische Wirtschaft leidet zusehends unter dem Krieg. Kyjiw meldet seinerseits die Rückeroberung von 745 Quadratkilometern ukrainischen Gebiets seit Jahresbeginn. Vor diesem Hintergrund wird in Moskau immer intensiver über die Notwendigkeit einer neuen Mobilmachung gesprochen – allerdings kaum vor der Mitte September anstehenden Duma-Wahl. Was würde das bedeuten?
Die USA setzen nun statt militärischer Aktionen offenbar auf wirtschaftlichen Druck, um den Iran zu Zugeständnissen zu zwingen. Die für die Weltwirtschaft relevante Straße von Hormus ist weiterhin nicht frei. Vizepräsident Vance nannte einen niedrigen Ölpreis als derzeit wichtigstes Ziel im Krieg gegen den Iran. Kommentatoren analysieren eine Schwächung der USA.
Staubtrockene Böden, vertrocknete Pflanzen – und in der Folge magere Ernten und nicht genug Futter für die Tiere: Hitze und Dürre dieses Rekordsommers setzen der Landwirtschaft in Europa heftig zu. So verringern viele Bauern bereits ihre Viehbestände. Die Medien diskutieren, ob staatliche Hilfen Rettung bringen und wie der Agrarsektor dem Klimawandel begegnen kann.
Der Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin auf der Kurilen-Insel Iturup (Japanisch: Etorofu) im Nordpazifik hat in Japan scharfen Protest ausgelöst. Tokio beansprucht die vier südlichen Kurileninseln seit Ende des Zweiten Weltkriegs für sich – ebenso Moskau, unter dessen Verwaltung sie stehen. Laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass war es Putins erste Reise auf die Kurilen. Kommentatoren ordnen ein.
Das türkische Parlament hat am Montag ein Gesetz verabschiedet, das dem jahrzehntelangen blutigen Konflikt mit der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK ein Ende setzen soll. Es soll aber erst in Kraft treten, nachdem die PKK aufgelöst und vollständig entwaffnet worden ist. Danach kann es sogar zur Freilassung von PKK-Mitgliedern kommen. Kommentatoren sind vorerst skeptisch.
In Rumänien werden sieben Personen verdächtigt, das Team eines Rettungswagens mit Knüppeln, Äxten und Steinen angegriffen zu haben. Zuvor hatte sich auf Tiktok eine Falschmeldung verbreitet, wonach Kindesentführer als Rettungsteam getarnt unterwegs sein sollen. Rumänische Medien schwanken zwischen Wut und Ernüchterung.
Erstmals seit 20 Jahren hat Europa eine Sonnenfinsternis erlebt, die in Teilen des Kontinents sogar total war. Millionen Menschen hatten sich mit Brillen und Kameras sowie in vielen Fällen einem Picknick gewappnet, um gemeinsam das Himmelsspektakel zu erleben. Europäische Medien kommentieren ungewohnt philosophisch.
Benjamin Netanjahu hat sich gegen einen Rückzug des israelischen Militärs aus dem Gazastreifen ausgesprochen. Den von den USA vorgeschlagenen 15-Punkte-Plan, der den Abzug der Soldaten bei gleichzeitiger Entwaffnung der Hamas vorsieht, lehne man ab. Europas Presse entwirft verschiedene Zukunftsszenarien.
Ungarns Parlament hat am Dienstag András Baka mit der Zweidrittelmehrheit der Tisza-Partei zum Staatspräsidenten gewählt. Nach Ansicht der nun oppositionellen Fidesz-Partei von Ex-Premier Orbán ist die Wahl illegitim, da der Vorgänger Tamás Sulyok durch eine Verfassungsänderung abgesetzt worden war. Die Presse blickt bereits voraus auf ein neues Verfassungssystem.
Ein Gericht in Damaskus hat Syriens ehemaligen Präsidenten Baschar al-Assad in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Ihm wurden vorsätzlicher Mord an mehreren Menschen, Folter, willkürliche Inhaftierung und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Assad und sein ebenfalls zum Tode verurteilter Bruder Mahir waren im Dezember 2024 nach Russland geflohen. Mit ihrer Auslieferung ist gegenwärtig nicht zu rechnen.
Die Migrationspolitik lässt nach der Ceuta-Krise Europas Politik keine Ruhe. Nun haben die Premierministerinnen von Italien und Dänemark, Giorgia Meloni und Mette Frederiksen, in einer gemeinsamen Stellungnahme vor den Folgen unkontrollierter Migration gewarnt. Sie sprachen sich für einen härteren Kurs aus. Zeitgleich konstatieren Europas Medien jedoch auch neue politische Bruchlinien im Umgang mit Migranten.











