Britische Marine greift gegen Schattenflotte durch
Britische Streitkräfte haben im Ärmelkanal einen Tanker gestoppt, der offenbar zur russischen Schattenflotte gehört. Mit diesen Schiffen umgeht Russland westliche Sanktionen und generiert durch die Öltransporte Einnahmen, die für den Krieg gegen die Ukraine genutzt werden. Britische Medien loben den Schlag nicht nur für seine Auswirkungen auf Russland.
Endlich klare Signale
Die britische Armee hätte schon früher härter durchgreifen sollen, findet The Daily Telegraph:
„Bei Beschlagnahmungen wie diesen geht es ebenso sehr um Psychologie wie darum, Vermögenswerte zu entziehen. Die Botschaft lautet: 'Wir haben euch im Blick, und wenn ihr gegen unsere Gesetze verstoßt, werden wir entschlossen handeln.' Das ist auch der Grund, warum man damit schon vor Monaten hätte beginnen sollen. ... Nun bleibt zu hoffen, dass dies den Auftakt zu regelmäßigen Operationen markiert und nicht nur eine einmalige politische Geste bleibt.“
Dringend benötigter Motivationsschub
The Times begrüßt die Aktion:
„In einer Zeit, in der die maritime Leistungsfähigkeit des Vereinigten Königreichs fast schon zu einer nationalen Blamage geworden ist – wie sich beim Ausbruch des Irankrieges zeigte, als das Vereinigte Königreich auf die Hilfe Verbündeter angewiesen war, um eine Basis der Royal Air Force auf Zypern zu verteidigen –, ist diese Operation eine willkommene Erinnerung an den Mut und die Fähigkeiten unserer Streitkräfte. ... Das von der Regierung veröffentlichte Filmmaterial ist ein Beweis dafür, was erreicht werden kann, wenn die Truppen die nötige Unterstützung und Ressourcen aus Whitehall erhalten. Es ist ein dringend benötigter Motivationsschub und eine Erinnerung daran, warum eine angemessene Finanzierung der Streitkräfte unverzichtbar ist.“