Ägäis: Flüchtlingsboot kollidiert mit Küstenwache

Beim Zusammenstoß zwischen einem Schnellboot mit Migranten und einem Schiff der griechischen Küstenwache sind vor der Insel Chios am Dienstag mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen, 25 Personen, darunter zwei Angehörige der Küstenwache, wurden verletzt. Wie schon bei einem ähnlichen Unglück im Dezember soll auch in diesem Fall die Kamera an Bord des Küstenwachboots nicht aktiv gewesen sein.

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Efimerida ton Syntakton (GR) /

Die Folgen einer tödlichen Politik

Der Staat verschleiert die wahren Unglücksursachen, schreibt Efimerida ton Syntakton:

„Die Regierung setzte mit Hilfe williger Mitstreiter eine Kommunikationskampagne in Gang, um zu überzeugen, dass die Verantwortung für den Zusammenstoß beim Kapitän des Flüchtlingsbootes liege. In einer Wiederholung des Szenarios von Rhodos, als im Dezember 2024 ein Patrouillenboot der Küstenwache während einer Verfolgungsjagd acht Flüchtlinge buchstäblich in Stücke riss, behaupten nun die Küstenwache und die Regierung Ähnliches, um von der Verantwortung für die tödliche Politik abzulenken, die sie an den Seegrenzen des Landes durchgesetzt haben.“

Capital (GR) /

Endlich die Grenzen dicht machen

Capital fordert eine restriktive Migrationspolitik:

„Wenn wir weiterhin mit halben Maßnahmen arbeiten, werden wir weiterhin Boote sehen. Wir werden weiterhin Leichen zählen. ... Es geht anders! Wir müssen nur beschließen, dass Grenzen kein abstraktes Konzept sind. Sie sind eine Voraussetzung für die Existenz des Staates. Und dass wahre Menschlichkeit nicht darin besteht, illegale Routen zu unterstützen, sondern sie zu schließen, damit endlich damit Schluss ist, den Unglücklichen dieser Welt Hoffnung zu verkaufen, mit Tickets ohne Rückfahrt und feuchten Gräbern.“