Dänemark: Welche Koalitionsoptionen gibt es?

Niemand ist aus der Wahl in Dänemark als klarer Sieger hervorgegangen, eine linke Koalition ist ebenso wenig möglich wie eine bürgerlich-rechte. Zünglein an der Waage könnten die Moderaten unter dem bisherigen Außenminister Lars Løkke Rasmussen sein, der aber nicht mit der nach rechts gerückten Dänischen Volkspartei (DF) zusammenarbeiten will.

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Berlingske (DK) /

Bürgerliche Regierung muss möglich sein

Berlingske fordert die Vorsitzenden der Dänischen Volkspartei und der Moderaten auf, sich zusammenzuraufen:

„Morten Messerschmidt und Lars Løkke Rasmussen, versöhnt euch endlich, ihr Schurken! Legt eure Ansichten über den gegenseitigen Ausschluss von Macht und Einfluss in Dänemark ab. … Gibt es eine attraktive Alternative zu einer breiten Koalition für die Dänische Volkspartei? Oder für die Moderaten? Die eiskalte, objektive Antwort sollte Nein lauten.“

Politiken (DK) /

Einheit statt Spaltung

Auch Politiken appelliert an die Parteien, ihre Vorbehalte aufzugeben:

„In einer unberechenbaren Welt braucht Dänemark eine Regierung mit Führungserfahrung und politischer Legitimität über die Mitte hinaus. … Nach einem Wahlkampf, der leider in zunehmend unerbittlichen Angriffen aus den Schützengräben der Blockpolitik endete, ist es nun wieder an der Zeit, zusammenzustehen und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Deshalb braucht Dänemark eine Regierung, die die Einheit über die Spaltung stellt. Nationales Gemeinwohl über parteipolitische Sonderinteressen.“