Hacker legt Immobilienverkäufe in Rumänien lahm
Ein bislang unbekannter Hacker hat möglicherweise die gesamte Grundbuchdatenbank Rumäniens gelöscht. Mit weitreichenden Folgen: Er legte alle Immobilientransaktionen lahm und hindert Notare daran, Verkäufe zu beglaubigen oder Hypotheken einzutragen. Für Bürger ist die Lage deshalb besonders problematisch, weil ab Monatsende eine Steuererhöhung bei Hauskäufen greifen soll.
Viele Interessenten könnten es sich anders überlegen
Manch ein Käufer könnte jetzt wieder abspringen, klagt die Immobilienmaklerin Oana Popescu in Ziarul Financiar:
„Jedes Dokument, das von Grundbuchauszügen oder Eintragungen abhängt, kann jetzt nicht bearbeitet werden. Die Verzögerungen wirken sich nicht nur auf die Unterzeichnung eines Kaufvertrags aus, sondern auch auf Genehmigungen, auf die gesamte Transaktion. Wenn die Blockade länger als zwei Wochen dauert, steigt das Risiko erheblich. Dann beginnen Käufer zu zweifeln, prüfen andere Angebote, fragen sich, ob das der richtige Preis war. Sie reagieren emotional, was zur Stornierung von Transaktionen führen könnte, die andernfalls getätigt worden wären.“
Käufer dürfen nicht bestraft werden
Die Finanzprüferin Oana Luca fordert in Cotidianul die Verschiebung der Steuererhöhung auf Hauskäufe von 9 auf 21 Prozent um ein Jahr:
„Sollte der Gesetzgeber jetzt nicht rasch eingreifen, könnten Käufer, die alle gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt haben, aus rein administrativen Gründen den Anspruch auf den Steuersatz von neun Prozent verlieren. Würde jetzt die Regelung bis zum 31. Juli kommenden Jahres verlängert, wäre das eine punktuelle, zeitlich begrenzte und verhältnismäßige Maßnahme. Sie schafft keine neuen Begünstigten und würde auch nichts an der Steuerpolitik für den aktuellen Markt ändern. Sie würde jedoch verhindern, dass administrative Probleme und die Blockade öffentlicher Systeme den Käufer bestrafen würden. Regierung und Parlament müssen jetzt eingreifen.“