Roboter-WM in China: Überholen uns die Maschinen?

Die Entwicklung humanoider Roboter schreitet voran, vor allem China setzt auf schnelle und innovative Techniken. In Peking findet bereits die zweite Weltmeisterschaft der Mensch-Maschinen statt. Der Roboter 'Superman' lief dort auf 100 Meter schneller als der menschliche Weltrekord-Halter Usain Bolt. Über den Vorreiter China, den Vorsprung auf dem Weltmarkt und die Position Europas diskutieren die Kommentatoren.

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The Economist (GB) /

Humanoide bleiben begriffsstutziger als Menschen

Vorläufig bleiben die Fähigkeiten der Humanoiden begrenzt, glaubt The Economist:

„Wie das unrühmliche Ende von Supermans Rekordlauf zeigt, [der gegen eine Wand rannte,] hat die Technologie noch einen langen Weg vor sich. Es wird erwartet, dass chinesische Unternehmen in diesem Jahr 50.000 Humanoide verkaufen, mehr als das Dreifache des Vorjahres. Die Hardware hinter den Maschinen haben sie weitgehend gemeistert. Bei der Software sieht die Sache jedoch anders aus. ... Angesichts des derzeitigen Entwicklungsstandes der Technik ist es unwahrscheinlich, dass sich noch in diesem Jahrzehnt ein kommerzieller Markt für Humanoide entwickelt. ... Viele Humanoide werden vorerst begriffsstutzig bleiben – und weiterhin gegen Wände rennen.“

Le Quotidien (LU) /

Globaler Wettlauf mit ungewissem Ausgang

In Sachen KI und Roboter hinkt Europa hinterher, beobachtet Le Quotidien:

„Die Botschaft an die Welt ist klar: China führt bei der Herstellung humanoider Roboter – und es ist kein Ende in Sicht. Im Wettlauf liegen die USA nicht weit zurück, aber es scheint, als hätten sie einige Meter Rückstand. Über Europa wollen wir gar nicht erst reden. Hier stellt man sich noch Fragen zur Rechtmäßigkeit der KI, obwohl diese bereits die Arbeitswelt verändert. Es ist also klar, dass eine Diskussion über humanoide Roboter ein bisschen zu viel verlangt wäre. China liegt bei KI und Androiden an der Spitze dieses Wettlaufs. Es lässt sich unmöglich sagen, wohin das in Zukunft führen wird.“

Gość Niedzielny (PL) /

Trainingsgelände für Roboterfirmen

Gość Niedzielny hat gemischte Gefühle:

„Die Roboterolympiade bietet Herstellern aus der Robotikbranche eine Art 'Testgelände', auf dem sie schnell Erkenntnisse gewinnen und neue Entwicklungen anstoßen können. Dabei geht es nicht um einen Wettlauf um einen Medaillenplatz. Das Ziel ist nicht, dass Maschinen den Menschen im Sprint überholen, sondern bei den Tätigkeiten, die beispielsweise Präzision der Hand, ein gutes Auge und schnelle Reaktionen erfordern. Man kann sich darüber freuen, vielleicht aber auch ein wenig fürchten.“