Menschen In Kyjiw schützen sich am 24. Februar im Keller einer Schule vor Raketen-Angriffen. (© picture alliance/EPA/SERGEY DOLZHENKO)

  Russlands Krieg gegen die Ukraine

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Die Ukraine hat am Sonntag den 34. Jahrestag ihrer Unabhängigkeitserklärung von der einstigen Sowjetunion begangen – mitten in einem Krieg, mit dem Moskau versucht, das Land wieder unter seine Kontrolle zu bekommen. Kommentatoren beleuchten Schlüsselmomente auf dem Weg des Landes, das heute wie kein anderes in Europa um seine Souveränität kämpfen muss.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat erklärt, ein möglicher Friedenseinsatz europäischer Truppen in der Ukraine sei für Moskau "völlig inakzeptabel". Ein Gipfeltreffen zwischen den Präsidenten Russlands und der Ukraine halte er für verfrüht. Das russische Militär verstärkte die Luftangriffe auf ukrainische Städte. Europas Presse sieht wenig Spielraum für Friedensverhandlungen.

Beim Ukraine-Gipfel am Montag in Washington waren Staats- und Regierungschefs von fünf europäischen Ländern zugegen. Unter ihnen war kein Vertreter eines osteuropäischen EU-Mitglieds. Medien aus Osteuropa betreiben Ursachenforschung, warum das dortige Engagement für die Ukraine und die Nähe zum Kriegsschauplatz nicht stärker zählen.

Nachdem sich auf diplomatischer Ebene die Friedensbemühungen durch die Gipfel von Alaska und Washington belebt haben, stehen nun die geplanten Sicherheitsgarantien des Westens für die Ukraine im Fokus der Beratungen. Europas Medien suchen Antworten auf die Fragen, wer in welcher Form in Zukunft Beistand leisten könnte und ob Russland sich davon auf Dauer auch abschrecken ließe.

Infolge des Alaska-Gipfels kamen am Montag der ukrainische Präsident Selenskyj und einige hochkarätige Politiker ins Weiße Haus: Fünf Staats- und Regierungschefs aus Europa sowie die Spitzen von EU und Nato klinkten sich kurzfristig in Trumps Lösungsbemühungen im Ukrainekrieg ein. Nach einem Anruf Trumps in Moskau soll seinen Angaben zufolge nun ein Treffen zwischen Putin und Selenskyj vorbereitet werden. Das Presse-Echo ist gespalten.

Nach dem Trump-Putin-Gipfel in Alaska reist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach Washington, um mit US-Präsident Trump über die Zukunft der Ukraine zu sprechen. Begleitet wird Selenskyj von EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und mehreren europäischen Staats- und Regierungschefs. Kommentatoren ergründen, was Europa tun muss, um im Weißen Haus und im Kreml gehört zu werden.

Nach dem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Kreml-Chef Wladimir Putin am Freitag in Alaska haben beide Seiten die gute Atmosphäre und konstruktiven Gespräche gelobt. Konkrete Ergebnisse wurden keine verkündet. Europas Presse zieht Bilanz.

Gespannt schaut die Weltöffentlichkeit auf Alaska, wo sich am Freitag US-Präsident Trump mit Russlands Staatschef Putin trifft. Es ist das erste Treffen zwischen einem amtierenden US-Präsidenten und Putin seit 2021. Beide Seiten wollen sich darüber austauschen, wie der Krieg in der Ukraine beendet werden kann. Kommentatoren schwanken zwischen Hoffnung und Sorge.

Vor dem Alaska-Gipfel von Donald Trump und Wladimir Putin am Freitag haben am Mittwoch mehrere europäische Staats- und Regierungschefs versucht, per Videokonferenz den US-Präsidenten auf Eckpunkte möglicher Friedensgespräche festzulegen – darunter eine Waffenruhe auf Grundlage der aktuellen Frontlinie und Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Die Medien erörtern die Erfolgsaussichten.

Vor dem geplanten Ukraine-Treffen von US-Präsident Trump und Russlands Staatschef Putin in Alaska hat Bundeskanzler Friedrich Merz europäische Staats- und Regierungschefs zu einem virtuellen Gipfel eingeladen. Dabei wollen die beteiligten Staaten - unter ihnen auch die Ukraine - sich abstimmen, um ihre Position im Anschluss an die USA zu übermitteln. Kommentatoren analysieren die Motive der Beteiligten.

Nach einem Schlagabtausch mit dem ehemaligen russischen Präsidenten Medwedew hat US-Präsident Trump angekündigt, zwei US-Atom-U-Boote in “geeignete” Regionen zu entsenden. Details blieben geheim. Medwedew hatte das Ultimatum der USA zur Beendigung des Ukraine-Krieges als Bedrohung und Schritt in Richtung Krieg kritisiert, was Trump wiederum "töricht" nannte. Europas Presse versucht eine Einordnung.

US-Präsident Trump hat ein an Russland gerichtetes Ultimatum zur Einstellung der Kampfhandlungen gegen die Ukraine stark verkürzt. Statt 50 Tage ab Mitte Juli will er Präsident Putin ab jetzt nur noch zehn Tage Zeit für eine Waffenruhe geben. Danach drohten Zölle von bis zu 100 Prozent für Russlands Handelspartner. Kommentatoren debattieren mögliche Folgen der Ankündigung.

Delegationen aus Moskau und Kyjiw haben sich am Mittwoch zu einer dritten Verhandlungsrunde in Istanbul getroffen und auf einen Gefangenenaustausch verständigt. Wie festgefahren und bislang unvereinbar die Positionen bei der Frage eines möglichen Waffenstillstands sind, zeigt ein Blick in die Kommentarspalten.

Wolodymyr Selenskyj gibt den ukrainischen Korruptionsermittlungsbehörden ihre Unabhängigkeit wieder zurück. Nach heftiger Kritik sowohl aus der Öffentlichkeit als auch seitens der westlichen Verbündeten kündigte der Präsident an, dem Parlament einen neuen Gesetzentwurf vorzulegen, der die erst diese Woche verabschiedete Neuregelung aufhebt. Welche Schlüsse sind aus der schnellen Wende zu ziehen?

US-Präsident Donald Trump hat den Ton gegenüber Russland verschärft. Die Ukraine soll mit von der Nato finanzierten US-Waffen, einschließlich Patriot-Raketen, ausgestattet werden. Und sofern es binnen 50 Tagen keine Einigung zur Beendigung des Krieges gibt, werde Washington Strafzölle in Höhe von bis zu 100 Prozent gegen Russland und dessen Handelspartner verhängen. Was sich durch diese Ankündigungen ändert, analysiert Europas Presse.

Die Ermittlungsbehörde der Ukraine hat ein Verfahren gegen Witalij Schabunin eingeleitet. Er ist Leiter des 'Zentrums zur Bekämpfung der Korruption' und einer der bekanntesten zivilgesellschaftlichen Aktivisten des Landes, gleichzeitig dient er freiwillig in der Armee. Nun wird ihm vorgeworfen, sich dem Militärdienst entzogen und ein für die Armee bereitgestelltes Auto privat genutzt zu haben. Die Medien reagieren alarmiert.

Kurz nachdem die Ukraine die heftigsten Raketenangriffe seit Beginn der russischen Großinvasion 2022 erlebte, findet in Rom die jährliche Ukraine-Wiederaufbaukonferenz statt. Die EU warb für einen Wiederaufbaufonds zugunsten kritischer Sektoren, ergänzt durch private Investitionen. Präsident Selenskyj forderte Hilfe bei Drohnenproduktion, Energieversorgung und Luftabwehr sowie die Freigabe russischer Gelder für den Wiederaufbau.

Letzte Woche stoppte das Pentagon Waffenlieferungen an die Ukraine. Dies hat Donald Trump nun rückgängig gemacht – und lässt Berichten zufolge prüfen, ob noch ein zusätzliches Patriot-Raketenabwehrsystem geliefert werden kann. Außerdem ging er Wladimir Putin heftig an: Dieser tische "eine Menge Blödsinn" auf, während er "zu viele Menschen" töte. Europas Presse analysiert den jüngsten Stimmungswandel im Weißen Haus.

Russlands Verkehrsminister Roman Starowoit ist am Montag ohne Angaben von Gründen seines Amtes enthoben worden. Wenige Stunden später fand man ihn erschossen in seinem Auto. Zu den Umständen wird noch ermittelt, die Behörden gehen von Selbstmord aus. Kommentatoren vermuten einen Zusammenhang mit dem zwischenzeitlichen Einmarsch ukrainischer Truppen in die Region Kursk, deren Gouverneur Starowoit von 2019 bis 2024 war.

Die US-Regierung will offenbar einen Teil bereits zugesagter Waffenlieferungen an die Ukraine stoppen. Es fände eine umfassende Prüfung statt, welche Waffensysteme ausgesetzt würden, erklärte Pentagon-Sprecher Sean Parnell. Es bestünden aber weiterhin robuste Optionen für die militärische Unterstützung des Landes. Kommentatoren diskutieren Gründe und mögliche Auswirkungen.

Bei der zweiten Verhandlungsrunde zwischen der Ukraine und Russland am 2. Juni in Istanbul ist zwar ein weiterer Gefangenenaustausch, aber keine darüber hinausgehende Vereinbarung in Richtung Waffenruhe erreicht worden. Europäische Kommentatoren debattieren, welche Schritte zu einem Ende des Krieges führen könnten.

Die Ukraine hat am Sonntag in der Geheimoperation "Spinnennetz" in Russland fünf Militärflugplätze von Lastwagen aus mit Drohnen angegriffen und – nach eigenen Angaben – 41 Flugzeuge zerstört. Anhand von Videoaufnahmen wurden bisher zwölf in den Gebieten Murmansk und Irkutsk zerstörte oder beschädigte Langstreckenbomber verifiziert. Medien erörtern die Auswirkungen des Angriffs.

Die russische Regierung hat vorgeschlagen, am Montag erneut in Istanbul Verhandlungen über eine Waffenruhe aufzunehmen und will dabei ihre Bedingungen in einem Memorandum klarstellen. Unterdessen erhielt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Mittwoch von Bundeskanzler Friedrich Merz in Berlin Zusagen über deutsche Militärhilfe in Höhe von fünf Milliarden Euro.

Laut Bundeskanzler Friedrich Merz gelten für die Ukraine keine Begrenzungen mehr beim Einsatz westlicher Waffen gegen militärische Ziele in Russland. Nur so könne sich das Land effektiv verteidigen. Damit hat sich Berlin anderen Verbündeten angeschlossen, deren Waffensysteme bereits dafür freigegeben sind. Allerdings hat Deutschland bisher keine Waffen mit hoher Reichweite an Kyjiw geliefert – verfügt aber mit dem Taurus über ein solches System.

Russland hat die Ukraine am Wochenende massiv mit Hunderten Drohnen und auch Raketen angegriffen, während in der Region Moskau etliche ukrainische Drohnen abgefangen wurden. Gleichzeitig kam es zum größten Gefangenenaustausch beider Länder seit Kriegsbeginn mit jeweils 1000 Menschen. US-Präsident Trump kritisierte sowohl Präsident Putin als “völlig verrückt” als auch Präsident Selenskyj, der “Probleme” verursache.

Der von Russland gegen die Ukraine geführte Krieg wird zunehmend auch als nicht nur mit Waffengewalt ausgetragener Kampf gegen das westliche Lebensmodell insgesamt wahrgenommen. Ein Blick in die Kommentarspalten europäischer Medien zeigt, dass man sich auf ganz unterschiedlichen Ebenen die Frage stellt, wie mit direkter oder indirekter russischer Einflussnahme umzugehen ist.

Nach seinem Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin hatte US-Präsident Donald Trump den Vatikan als Ort für Friedensgespräche im Ukraine-Krieg ins Spiel gebracht. Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni signalisierte, sie würde den neuen Papst Leo XIV. bei den Verhandlungen unterstützen. Laut Wall Street Journal könnten diese Mitte Juni beginnen.

US-Präsident Donald Trump hat nach einem zweistündigen Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin umgehende Friedensverhandlungen zur Beendigung des Krieges gegen die Ukraine in Aussicht gestellt. Der Prozess könne beginnen, so Trump. Putin erklärte, Moskau wolle die Kampfhandlungen beenden, dazu müsse aber der effektivste Weg gefunden werden. Viel Skepsis in Europas Presse.

Am Dienstag ist ein russischer Kampfjet kurzzeitig in den Nato-Luftraum eingedrungen, nachdem die estnische Marine versucht hatte, einen unbeflaggten Tanker in der Ostsee zu kontrollieren. Das Schiff gehört vermutlich der russischen "Schattenflotte" an. Die Landespresse fordert Konsequenzen.

Die Regierungschefs von Großbritannien, Deutschland und Polen sowie Frankreichs Präsident besuchten am Samstag Wolodymyr Selenskyj. Gemeinsam riefen sie aus der Ukraine bei Donald Trump an und bekräftigten die Forderung nach einer 30-tägigen Waffenruhe als Verhandlungsauftakt – andernfalls würden neue Sanktionen gegen Russland folgen. Europas Medien beleuchten die Gruppenvisite der vier Europäer.

Mit einem Tag Verzögerung beginnen am heutigen Freitag in Istanbul die Gespräche zwischen der Ukraine und Russland, zu denen ihr Initiator Wladimir Putin allerdings nicht angereist ist. Er verlängerte derweil den russischen Verteidigungsplan um zwei Jahre. Die EU plant, am Dienstag neue Sanktionen gegen Russland zu verhängen.

Mit einer großen Militärparade gedenkt Russland am heutigen Freitag des Sieges über das nationalsozialistische Deutschland. Staatsgäste aus rund 30 Ländern wie Belarus, China, der Slowakei und Brasilien nehmen teil. Kommentatoren beleuchten sowohl die Symbolik der pompösen Feier in Zeiten des Krieges gegen die Ukraine als auch die Motive der Gäste.

In ganz Europa wird in dieser Woche des Weltkriegsendes und der Befreiung vom Nationalsozialismus gedacht. Wie üblich feiert Russland mit einer großen Militärparade am 9. Mai den Sieg über Hitler-Deutschland. Die Bemühungen des Kremls, seinen aktuellen Angriffskrieg in der Ukraine in diesen historischen Zusammenhang zu stellen, stoßen auf Widerspruch in Europas Presse.

Die Ukraine und die USA haben nach schwierigen Verhandlungen ein Rohstoffabkommen unterzeichnet. Beide Seiten sprechen von einer "historischen" Vereinbarung: Sie sieht die Schaffung eines gemeinsamen Investitionsfonds vor, der zunächst Mittel für den Wiederaufbau generieren soll. Die Medien beleuchten den Deal vorrangig unter dem Aspekt der Sicherheit und Souveränität der Ukraine.

Am Rande der Trauerfeier für Papst Franziskus haben sich US-Präsident Donald Trump und sein ukrainischer Amtskollege Wolodymyr Selenskyj am Samstag im Petersdom zu einem Gespräch über den Ukraine-Krieg zusammengesetzt. Das Weiße Haus sprach danach von einem "sehr produktiven" Treffen, Selenskyj erklärte, es könne historisch bedeutend werden. Kommentatoren debattieren, ob die Zusammenkunft ein Wendepunkt sein könnte.

Washington und Moskau haben sich laut Donald Trump über Bedingungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs geeinigt: "Ich glaube, wir haben einen Deal mit Russland", so der US-Präsident. Russlands Zugeständnis sei, "den Krieg zu beenden und nicht das ganze Land einzunehmen". Auch Moskaus Außenminister Sergej Lawrow sagte, man sei prinzipiell "bereit, ein Abkommen zu schließen". Trump hatte zuvor Selensky hart wegen dessen Festhalten am Anrecht auf die Krim kritisiert.

In London beraten am heutigen Mittwoch Vertreter der Ukraine und wichtiger europäischer Verbündeter über eine mögliche Friedenslösung. Die USA schicken den Sondergesandten Keith Kellogg. Reichlich Diskussionsstoff bieten dabei US-Medienberichte, wonach Washington bereit wäre, die 2014 von Moskau annektierte Krim als russisch anzuerkennen. Auch solle eine Nato-Mitgliedschaft der Ukraine ausgeschlossen bleiben.

Wladimir Putin hat am Karsamstag einseitig eine Waffenruhe für 30 Stunden verkündet, die von der Ukraine übernommen wurde. Sie wurde an der Front nur bedingt eingehalten, doch Luftangriffe blieben beiderseits aus. Kommentatoren bewerten die Entwicklung angesichts der Drohung Donald Trumps, die US-Vermittlung einzustellen, sollten die Konfliktparteien nicht richtig mitziehen.

Nach dem Tod von über 30 Menschen bei einem russischen Raketenangriff auf das nordostukrainische Sumy am Sonntag sprach US-Präsident Trump von einer "schrecklichen Sache". Diese Woche sollen die russisch-amerikanischen Verhandlungen weitergehen, aber nur zum Thema einer Waffenruhe auf dem Schwarzen Meer. Die Medien fragen sich, ob Trumps Friedensinitiative noch zum Erfolg führen kann - und was Europa jetzt tun kann.