Ebola-Ausbruch im Kongo: Was tun?

In der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda ist die lebensgefährliche Infektionskrankheit Ebola ausgebrochen. Bislang wurden mehrere Hundert Verdachtsfälle und über hundert Tote gemeldet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rief den internationalen Gesundheitsnotstand aus. Gegen die derzeit grassierende seltene Virusvariante gibt es weder Impfstoffe noch heilende Therapie.

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Polityka (PL) /

Meldesysteme verbessern

Polityka sieht Nachholbedarf bei der Infektionsüberwachung:

„Das bedeutet nicht, dass die Welt heute am Beginn einer neuen Pandemie steht. Ebola kehrt heute nicht als Virus von pandemischer Tragweite zurück, sondern eher als Warnung. Glücklicherweise verbreitet es sich trotz seiner enormen Medienpräsenz deutlich schwerer als das Coronavirus oder die Grippe. Aber genau deshalb beunruhigt die aktuelle Situation die Experten so sehr. Wenn es sogar einem relativ wenig mobilen Erreger gelungen ist, sich in einem solchen Ausmaß auszubreiten, bevor er offiziell erkannt wurde, bedeutet dies, dass die Systeme der epidemiologischen Überwachung nach wie vor große Lücken aufweisen.“

Le Soir (BE) /

An Fakten und Wissenschaft orientieren

Der Pharmakologe Jean-Michel Dogné erklärt in Le Soir sinnvolles Reagieren:

„Nicht alle Viren sind potenzielle Covid-Viren. Die Wissenschaftler müssen weiterhin stichhaltig und didaktisch Erklärungen vorbringen und dabei die Ungewissheit anerkennen, ohne jedoch zu stark zu vereinfachen. Die sozialen Netzwerke dürfen ihre Rolle bei der Verbreitung von irreführenden oder polarisierenden Inhalten nicht länger ignorieren. … Hantavirus Andes, Ebola Bundibugyo: Diese Namen sollten keine Panik auslösen oder Wahnvorstellungen fördern. ... Zwischen Leugnung und Aufregung gibt es einen anspruchsvolleren Weg, der auf Fakten, Mäßigung und kritischem Denken basiert. Doch diesen Weg vernachlässigen wir weiterhin kollektiv.“