Was ist von der Fußball-WM 2026 zu erwarten?
Vom 11. Juni bis zum 19. Juli findet in Mexiko, Kanada und den USA die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 statt. 48 Staaten haben sich qualifiziert, die in 104 Spielen um den Sieg ringen werden. Kommentatoren fragen nach der Bedeutung des Großereignisses über den Sport hinaus und sehen nicht nur Anlass zur Freude.
Stadionbesuch mit Risiken
Die verschärften Einwanderungs- und Einreisegesetze der Trump-Administration könnten einer großen Zahl von Fans das Leben erschweren, warnt Webcafé:
„Das Organisationskomitee gab zwar bekannt, dass keine ICE-Beamten in den Stadien anwesend sein werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie nicht mobilisiert und bereit sind, beim geringsten Anlass einzugreifen. ... Amnesty International warnt, dass Besuchern willkürliche Festnahmen und Abschiebungen, invasive Durchsuchungen von Handys und Social-Media-Profilen, rassistisches Profiling und in den schlimmsten Fällen grausame oder erniedrigende Behandlung in Migrantenhaftanstalten drohen.“
Ein riesiges lateinamerikanisches Fest
El País freut sich auf die Latinos in den Stadien:
„Es wird nicht nur ein Sportturnier sein. Es wird eine von Trumps Imperialismus gezeichnete WM sein. ... Ein Turnier, das Trump vermutlich symbolisch für sich nutzen will, um es zu einer weiteren Demonstration von Macht und nationaler Größe zu machen, also seiner eigenen. Aber Fußball hat etwas Unbezähmbares: Er gehört nie ganz dem, der die Show organisiert. Auf den Tribünen werden Tausende Mexikaner, Kolumbianer, Argentinier und Mittelamerikaner sein. In vielen Städten der USA wird die Weltmeisterschaft als riesiges lateinamerikanisches Fest in einem Land erlebt werden, das weiter über seine Identität diskutiert.“
Geld ist schon jetzt der große Gewinner
Journalist Rui Almeida urteilt in A Bola:
„Es wird ein Spektakel nach amerikanischem Vorbild sein, ohne die Gewissheit, dass sich die Protagonisten mit dem Format und den damit verbundenen Signalen vollkommen wohlfühlen. Aber an einem zweifle ich nicht: Finanziell gesehen kann die Organisation aus Zürich bereits den Sieg verkünden und von Erfolg sprechen. Noch nie hat eine Weltmeisterschaft solche Einnahmen, kommerzielle Verpflichtungen, Unterstützungen und Mehrwerte generiert. Schon jetzt, noch bevor die Trionda-Bälle ins Rollen kommt, fließt das Geld.“